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IT Operations

Micro Designed Infrastructure

Technologie-Entscheidungen strukturiert treffen: Design Thinking plus Microblocks ergibt nachvollziehbare, unternehmensweit akzeptierte Infrastrukturen.

Illustration: Hand setzt Bausteine zusammen

Technologie-Entscheidungen sind schwierig und schwerwiegend – sie entscheiden mitunter über Erfolg oder Misserfolg eines Projekts. Oft ist die Komplexität so hoch, dass Best-Practice-Ansätze ähnlicher Projekte übernommen werden, deren Kontext aber ein anderer ist. Das Ergebnis: Entscheidungen, die weder zur Applikation noch zum Unternehmen passen. „Micro Designed Infrastructure“ (MDI) ist unser Ansatz, mit Anleihen aus dem Design Thinking optimale, nachvollziehbare und unternehmensweit akzeptierte Technologie-Stacks zu entwickeln.

Das Prinzip

Zwei Herangehensweisen erleichtern das Lösen komplexer Probleme: ein strukturierter Prozess und das Zerlegen des großen Problems in kleinere, klarer lösbare Teile.

Design Thinking liefert den Prozess: Menschen unterschiedlicher Disziplinen entwickeln gemeinsam ein Verständnis für Bedürfnisse und Kontexte und leiten daraus mehrfach geprüfte Lösungen ab – in den Schritten Wahrnehmen, Definieren, Ideenfindung, Prototyping und Test.

Microblocks liefern die Zerlegung: Ein Microblock ist ein von anderen Blöcken entkoppelter Teil eines IT-Services mit einer klar definierten Funktion, standardisierten Schnittstellen (REST, SQL, DNS …) und unabhängiger Änderbarkeit – ähnlich Microservices, aber unter Einbeziehung von Unternehmens-, Betriebs- und Datenkontext.

MDI wendet Design Thinking auf diese Microblocks an: Aus dem Kontext jedes Blocks werden die spezifischen Anforderungen abgeleitet – mit wenigen, dafür essenziellen Anforderungen fällt die passende Technologie-Entscheidung leichter. Wichtig ist, jeden funktionalen Teil zu betrachten: neben den Applikationsmodulen auch Access- und PKI-Management, DNS, Service Discovery, Monitoring, Logging und Datensicherung.

Der Prozess

  1. Setup: Ein interdisziplinäres Team aus IT-Management, Architektur, Entwicklung, Betrieb, Informationssicherheit und Datenschutz.
  2. Wahrnehmen: Den IT-Service in Microblocks zerlegen, Prozessabläufe und Datenflüsse verstehen – gemeinsam mit der Softwarearchitektur.
  3. Definieren: Je Block Schnittstellen, Daten, Verarbeitung, Überwachung sowie Entwicklungs-, Betriebs- und Unternehmensanforderungen festhalten.
  4. Ideenfindung: Mehrere Technologie-Lösungen je Block entwickeln und mit ständigem Hinterfragen (z. B. der 5-Why-Methode) auf Objektivität prüfen.
  5. Prototyp: Von Anfang an automatisiert, mit Healthchecks und automatisierten Security-Checks.
  6. Test: Den Service aus den Microblocks zusammensetzen, funktional und unter Last prüfen – Fehler führen zurück in den passenden Prozessschritt.

Das Ergebnis

Konsequent angewendet entstehen Microblock-Cluster auf gleicher Technologiebasis – weil ähnliche Kontexte zu gleichen Entscheidungen führen. So wächst eine hochgradig effiziente Infrastruktur aus wenigen Kern-Technologien, deren Entscheidungen dokumentiert und für alle nachvollziehbar sind.

MDI ersetzt dabei weder Softwarearchitektur noch Microservices, DDD oder DevOps – es ergänzt sie um genau den Aspekt, den sie offenlassen: strukturierte, kontextbezogene Technologie-Entscheidungen.

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